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 Betreff des Beitrags: Antikondensvlies oder Unterspannbahn
BeitragVerfasst: Do 8. Jan 2009, 09:23 
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Registriert: Di 6. Jan 2009, 15:24
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Was ist besser:
Antikondensvlies oder eine Unterspannbahn, um abtropfendes Schwitzwasser zu verhindern?

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Zuletzt geändert von forumadmin am So 6. Feb 2011, 13:17, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Do 8. Jan 2009, 09:45 
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Registriert: Di 6. Jan 2009, 15:24
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Eine Unterspannbahn ist nicht nur deutlich billiger, sie ist obendrein auch deutlich besser als Schutz vor Schwitzwasser geeignet. Allerdings lässt sie sich nicht überall gut anbringen, so das im Einzelfall doch auf Antikondensvlies zurückgegriffen werden muss.

Wie kommt es überhaupt zum Schwitzen?
Trapezbleche sind ein sehr guter Wärmeleiter und haben zudem noch eine große Wärmekapazität. Wenn das Dach nun geringfügig kälter als die Innenluft ist, kondensiert die Luftfeuchtigkeit am Trapezblech und läuft die Dachschräge entlang bis zur nächsten Dachlatte, wo es dann abtropft. Das kann dazu führen, das Lagergut beschädigt, Tiere "belästigt" und die Dachkonstruktion durch Rost oder Fäulnis beschädigt wird. Entgegen häufiger Meinungen kann das sogar bei einem völlig offenen Dach passieren, wenn die Witterungsbedingungen entsprechend sind.

Antikondenvlies saugt dieses Schwitzwasser wie ein Löschblatt auf und gibt es später an die Raumluft wieder ab. Allerdings ist das Wasseraufnahmevermögen begrenzt (gerade durch die Dachschräge sammelt sich das Wasser dann im unteren Bereich und kann dann immer noch abtropfen, wenn die Menge zu groß wird) und es muss die Möglichkeit geben, das das Vlies auch wieder trocknet (Hinterlüftung). Durch den Kontakt der Dachlatten mit dem nassen Vlies kann es zu Fäulnis kommen. Staub, der sich am nassen Vlies absetzt, kann mit der Zeit zur Verschmutzung und Schimmel führen. Das Vlies selbst ist zwar gegen Schimmelbefall und Fäulnis geschützt, das gilt jedoch nicht für anhaftenden Staub. Häufig wird das Vlies als Dröhnschutz gegen Regengeräusche gepriesen, dafür wurde es jedoch nicht konstruiert und die Wirkung entsprechend äußerst gering. Obendrein ist Antikondensvlies ziemlich teuer und lässt sich, sofern das Trapezblech nicht ab Werk damit ausgestattet wurde, nur schlecht anbringen. Es wird übrigens einfach flach aufgeklebt und nicht in die Rinnen eingelegt. Soll das Vlies nachträglich aufgeklebt werden, können Latten und Träger getrost ausgespart werden. Zusammengefasst: Vlies ist dort geeignet, wo wenig Kondenswasser anfällt.

Eine Unterspannbahn ist eine spezielle Folie, die unter die Latten oder unter die Sparren angebracht wird. Dadurch entsteht ein Zwischenraum unter dem Dachblech, in den keine Feuchtigkeit nachgeliefert wird. So kann nur die in den wenigen Zentimeter dicken Luftschicht enthaltenen Feuchtigkeit am Blech kondensieren, das ist so wenig, das dies nicht zur Tropfenbildung reicht. Das klappt natürlich nur, wenn die Dachbleche nicht direkt auf der Folie aufliegen! Es muss immer eine Lattung zwischen Unterspannbahn und den Trapezblechen sein! Die ganze Problematik mit verschmutzen und abtrocknen entfällt. Und: Unterspannbahn ist um Größenordnungen billiger und lässt sich meist leicht und schnell anbringen.

Übrigens: die GFK-Dachplatten neigen auf Grund der verminderten Wärmeleitung zu deutlich geringerer Schwitzwasserbildung.

Edit vom 16.05.2011
Jetzt gibt es ganz neu ein Trapezblech mit einer 20 mm Dämmung. Ideal für Garagen, Carports, Stallanlagen und Lagerhallen: Die geringe Dämmung von 20 mm Purschaum sind zur Wärmedämmung in Warmräumen natürlich nicht ausreichend. Sie schützt aber zuverlässig vor Schwitzwasser
Durch die geringe Dämmung sind die Kosten sehr niedrig.
Zu bekommen im Trapezblechshop: http://trapezblechshop.de/pls/apex/f?p=107:2:1937603611071382:EXPAND,1705666

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BeitragVerfasst: So 11. Jan 2009, 21:24 
Ja Hallo erst einmal! Habe den vorigen Beitrag aufmerksam durchgelesen, da auch ich das Problem mit Schwitzwasser habe. Ich habe bei einer alten Garage das Dach erneuert und gleichzeitig so weit seitlich herausgezogen, dass ein Carport noch daran entstand. Somit ist das Dach fast 8X7 Meter groß. Um Kosten zu sparen, dass gebe ich lieber gleich zu (obwohl es teuer genug trotzdem war) nahm ich einfaches Trapezblech. Nun habe ich das Problem mit dem Schwitzwasser, sowohl in der Garage als auch im offenen Carport, was ich überhaupt nicht verstehe, denn da weht der Wind ja nun wirklich genug. Und das Schwitzwasser stört mich mächtig, besonders in der Garage, welche auch als Werkstatt genutzt wird, aber nicht beheizt. Was raten Sie mir vielleicht, wie ich das Problem lösen kann? Im vorigen Beitrag standen ja Lösungsvorschläge, aber irgendwie sehe ich bei mir diesbezüglich keine Lösung. Die Balken, worauf die Trapezbleche aufgeschraubt sind, liegen quer zum Gefälle, also würde das Schwitzwasser immer wieder dort abtropfen? Ist vielleicht eine Lösung, unterhalb der Bleche Profilholz oder Rauspund anzuschrauben, so dass ein belüfteter Hohlraum bleibt (ca. 5cm)? Was passiert dann mit der Feuchtigkeit?
Es wäre nett, dass ich hier auf der Seite im Forum eine Antwort bekomme.

Mit freundlichen Grüßen lausi1261


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BeitragVerfasst: Mo 12. Jan 2009, 12:00 
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Registriert: Di 6. Jan 2009, 15:24
Beiträge: 38
Hallo lausi1261

Schwitzwasser entsteht immer dann, wenn das Blech kälter ist, als die umgebende Luft: So bildet sich an der Oberseite der Reif oder Tau, an der Unterseite das Schwitzwasser. Das funktioniert auch bei völlig offenen Bedachungen (z.B. Carport oder Schleppdach). Voraussetzung ist, das immer wieder genug Feuchtigkeit nachgeliefert werden kann, also immer wieder feuchte Luft am Blech entlang streicht. Das ist am offenen Carport der Fall, weil der Wind immer wieder feuchte Luft heranführt, in der Garage ist ebenfalls genug Feuchtigkeit vorhanden, um sich als Kondenswasser an den kalten Blechen niederzuschlagen. Das Schwitzwasser läuft gewöhnlich dem Gefälle entlang bis zur nächsten Abtropfgelegenheit, das sind meist Latten oder Balken in Querlage zum Gefälle. Wenn das Gefälle sehr gering ist, tropft es aber überall ab.

Man könnte Antikondensvlies in die Zwischenräume zwischen den Balken kleben. Voraussetzung ist eine ausreichende Belüftung, damit es auch wieder abtrocknen kann. Jeder Quadratmeter des Antikondensvlieses kann bis zu einem Liter Wasser wie ein Löschblatt aufnehmen, nur muss es das auch wieder loswerden. Unter dem offenen Vordach wie einem Carport ist das sicher eine akzeptable Lösung. Ob das Dach in der Garage soweit belüftet wird, das das Vlies auch wieder abtrocknet, kann ich von hier aus nicht beurteilen. Gerade in offenen Gebäuden wie Schleppdächer oder einem Carport ist das Antikondensvlies die optimale Lösung. Im Shop gibt es das gleiche Antikondensvlies, das auch vom Hersteller auf die Bleche aufgebracht wird. Es ist mit einer selbstklebenden Schicht aufgebracht und braucht nachträglich nur flach auf das Blech geklebt zu werden, ohne den Bergen und Tälern des Bleches zu folgen. Dieser Kleber klebt ungemein stark, späteres Ablösen braucht man nicht zu befürchten.

Zur Variante mit der Verschalung:
Gibt es eine isolierende Luftschicht, tritt der Schwitzwasser-Effekt nicht oder nur so schwach auf, das es nicht zum Abtropfen kommt. In den Zwischenraum kann kaum Feuchtigkeit eindringen, daher kommt es am Blech auch nicht zu Schwitzwasser. Die Wirkung erzielt man also durch das Trennen der feuchten Luft von den Trapezblechen. Das Holz selbst neigt durch die geringe Wärmeleitung nicht zum Schwitzen, so das Problem damit behoben ist.
gehobelte Spundbretter oder auch Rauhspund können Sie bei uns günstig unter http://trapezblechshop.de/pls/apex/f?p=107:1:979426075523840:CONTRACT,692337 bekommen.

Die gleiche Wirkung erzielt man mit Unterspannbahn, auch dort ist die isolierende Luftschicht getrennt von der übrigen feuchten Luft und verhindert so die Bildung von Kondenswasser an den Dachblechen. Unterspannbahn ist sicherlich die kostengünstigste Lösung, lässt sich aber nicht überall gut anbringen. Besonders bei großen Lattenabständen wird es schwierig, unter einem offenem Dach, wie einem Carport kommt noch die Windbelastung hinzu: http://trapezblechshop.de/pls/apex/f?p=107:3:979426075523840::NO::P3_UK,P3_RETURN_TO:729373,2

Was sich letztlich am besten anbringen lässt, ist sicherlich von den baulichen Gegebenheiten abhängig.
Ganz pauschal lässt sich sagen:
Carport mit großen Lattenabständen: Antikondensvlies
geschlossene Räume mit Lattenabständen bis ca. 60 cm: Unterspannbahn. Bei größeren Abständen wird es schwierig, die Unterspannbahn sicher zu befestigen.
In den FAQ wird sich auch zur Schwitzwasserproblematik geäußert: http://www.schwedenbleche.de/haeufige-fragen.html?task=view&id=19

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BeitragVerfasst: Do 15. Jan 2009, 11:02 
Hallo, vielen Dank für die verständliche und endlich mal eine fachkundige Erklärung zum Auftreten von dem Schwitzwasser! Im Internet kann man ja viel lesen, aber so richtig auf dem Punkt ist bis jetzt noch keiner gekommen, wie eben Ihre Erklärung zum Sachverhalt. Oder ich habe es so nicht rauslesen können.
Was werde ich nun machen? Ich werde doch vielleicht die aufwendigere und vielleicht teure Variante mit dem Verschalen zwischen den Balken vorziehen. Meiner Ansicht nach ist das auch die optisch beste Lösung. Der Zwischenraum wird dann ca. 4cm betragen, ist es sinnvoll, diesen mit Styropur auszufüllen? Oder reicht das, dass wirklich nur diese Luftschicht vorhanden ist? Denn wie schon erwähnt, die Garage soll nicht beheizt werden
Dann vielen Dank wieder im Voraus für eine Antwort und mit freundliche Grüße lausi1261 ;)


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BeitragVerfasst: Do 15. Jan 2009, 14:52 
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Registriert: Di 6. Jan 2009, 15:24
Beiträge: 38
Ja, es reicht die Luftschicht:
Es gibt die Befürchtung, Schwitzwasser könnte sich einmal an den Trapezblechen oder an der Unterseite der Verschalung oder Unterspannbahn bilden. Nach unseren Erfahrung findet beides nicht statt:
An den Blechen entstehen Tropfen, wenn immer wieder feuchte Luft an die Bleche gelangt: Nur wenn immer wieder Feuchtigkeit zu den Blechen transportiert wird, sammelt sich diese und bildet Tropfen.
Durch das Trennen der feuchten Raumluft von den kalten Trapezblechen mittels Verschalung (Bretter) oder Unterspannbahn wird das Schwitzen an den Trapezblechen verhindert.

Durch die Luftschicht wird gleichzeitig soviel Isolation geschaffen, das sich in einem Kaltraum auch an den Brettern oder der Unterspannbahn kein Schwitzwasser bildet.

Wenn es Probleme gibt (auch in diversen Foren nachzulesen), wurde die Unterspannbahn direkt unter die Bleche angebracht. Wenn die Bleche die Unterspannbahn berühren, gibt es eine Wärmebrücke (auch Kältebrücke genannt) und der Effekt ist dahin. Es muss immer eine Lattung zwischen Unterspannbahn und Blech bestehen!

Eine Dämmung mit Styropor o.ä. ist in diesem Fall deshalb unnötig.

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BeitragVerfasst: Mi 15. Jul 2009, 20:25 
Hallo!

Erstmal Danke für Euer Forum, endlich habe ich in etwa das gefunden, was ich schon länger suche und keiner so richtig weiß.
Ich habe auch schon fleißig hier gelesen über mein Problem, trotzdem bleibt noch eine Frage.

Unser Scheunendach wurde letztes Jahr im September neu gedeckt mit Trapezblech. 206qm mit 42 Grad Dachneigung aus der Horizontalen. Grundfläche der Scheune ca. 13x9m, die 13m richtung Süden. Die eine Dachseite steht ziemlich nach Süden, jedenfalls ist dort von Sonnenaufgang bis ca. 17Uhr im Sommer Sonne. Mir war natürlich bekannt, daß das Blech auch schwitzen kann. Wir lagern Heu und Stroh darunter. Ganzjährig sind nachts ein paar Hühner im 10qm Hühnerstall und von ca. Dezember bis Februar 3 Pferde im 50qm Offenstall.
Die Scheune ist natürlich nicht luftdicht, es kann also immer Luft durchströmen, je nach Wetterlage mehr oder weniger.

Ein Freund von mir meinte damals, ich soll Trapezblech mit Filz-Innenbeschichtung nehmen.
Mein Dachdecker meinte, das kann man auch ohne Filzbeschichtung machen, da die Dachneigung so steil ist, daß das Schwitzwasser abfließen kann. So wäre es auch billiger.
Im Prinzip hatte er recht, das Wasser fließt auch ab, bleibt aber an der Konterlattung hängen und tropft deshalb in die Scheune. Daran hatte weder ich (bin ja kein Dachdecker) und wahrscheinlich auch der Dachdecker nicht gedacht. Im Winter 08/09 hatten wir teilweise Eiszapfen am Boden bis zu 15cm länge, soviel Schwitzwasser ist dort herunter getropft. Das ist für Heu und Stroh natürlich Gift, weil es dann zu Schimmelbildung führt.
Jetzt ist das Kind nun in den Brunnen gefallen und alles Jammern hilft nichts.
Ich bat den Dachdecker um Abhilfe, aber bisher ist ihm nichts eingefallen, er wolle sich aber weiter Gedanken machen.

Natürlich habe ich von dem nachträglichen Filz aufkleben gelesen.
Gibt es nicht so etwas wie Filzbeschichtung, die man von innen aufsprühen kann?
Es ist natürlich nicht so leicht, jetzt etwas von innen zu machen, da ja der ganze Dachstuhl mehr oder weniger im Weg ist und auch einiges in der Scheune steht bzw. liegt. Gerüst aufbauen ist fast unmöglich, bzw. äußerst schwer und umständlich.
Eine Verschalung von innen anzubringen wäre ja noch schwerer. Wo müßte man die den anschrauben? An der Konterlattung? Wie dick und aus welchem Holz sollte die Verschalung sein?
Oder wäre in diesem Fall Filz besser?

Ich möchte dem Dachdecker auch nicht gleich mit dem Anwalt oder ähnlichem kommen, sondern mich gütlich mit ihm einigen, da er ansonsten ja gut gearbeitet hat und noch ein anderes Dach von uns decken soll.
Material würde ich ja übernehmen, die Arbeit wäre aber wohl Gewährleistung, denke ich.

Mit freundlichem Gruß aus Mittelhessen,

Holger


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BeitragVerfasst: Mi 15. Jul 2009, 22:02 
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Registriert: Di 6. Jan 2009, 15:24
Beiträge: 38
Hallo Holger,

die Ursache der Schwitzwasserbildung haben die meisten nicht begriffen, auch im Internet kursiert da haufenweise Unsinn - auch von Fachleuten - vor allem, das eine ordentliche Hinterlüftung das Problem beheben würde. Das Gegenteil ist der Fall, aber das habe ich oben hier im Forum schon erschöpfend beschrieben.
Nun zu Ihrem Problem: Ja, es gibt selbstklebendes Antikondensvlies, das wie ein Löschblatt das Schwitzwasser aufsaugt und ein Abtropfen verhindert. Und man kann dies problemlos auch nachträglich aufkleben, ohne die Platten oder anderes abmontieren zu müssen. Der Trick ist, das es nur in die freien Bereiche aufgeklebt werden braucht, die Auflagen der Latten können einfach frei bleiben. So verhindert man auch ewig nasses Holz. Auch braucht man dem Profilverlauf nicht zu folgen (also nicht in die Berge und Täler des Profils einzukleben), sondern klebt es einfach glatt auf die Unterseite.
Durch die starke Neigung Ihres Daches ist die Sättigung des Vlieses sehr viel schneller erreicht, weil sich das Wasser an der Unterkante sammelt. Man erreicht also nicht die 1l/m². Durch das Bekleben nur zwischen den Querlatten wird dieser Effekt aber wieder abgemildert, weil die Vliesbreite ja nur noch gering ist.
Im Winter könnte es durch die Eisbildung und der daraus resultierenden langsameren Trocknung des Vlieses zu einer schnellen Sättigung des Antikondensvlieses kommen, so das sich dann trotzdem Eiszapfen bilden.

Hier mal die Linksammlung zum Thema:
Wie kann ich mich vor Schwitzwasser schützen: http://www.schwedenbleche.de/haeufige-fragen.html?task=view&id=19
Selbstklebendes Antikondensvlies: http://www.schwedenbleche.de/zubehoer.html
Montageanweisung selbstklebendes Antikondensvlies: http://www.schwedenbleche.de/images/stories/Prospekte/Montageanleitung_Antikondensvlies.pdf

Ein Aufsprühen des Vlieses ist nicht möglich, aber ich hatte mal in irgendeinem Forum von einer nachträglichen PUR-Schaum-Aufbringung gelesen. Dort wurde mittels Maschine nachträglich Schaum auf die Bleche von unten aufgesprüht, durch die entstehende Wärmedämmung bildet sich dann garantiert kein Schwitzwasser mehr. Das ist sicher die beste Lösung...
Allerdings wurde dort nicht geschrieben, wie die ganze Sache heißt, oder wer so etwas anbietet. Ich würde es mal bei Spezis für Wärmedämmung probieren...
Sie könne ja mal schreiben, falls Sie etwas in dieser Richtung herausbekommen...

Ich hoffen Ihnen weitergeholfen zu haben. Für die Bezugsmöglichkeit und Preise für selbstklebendes Antikondensvlies rufen Sie morgen doch einfach mal kurz an:
038847 / 58 12 0
Und empfehlen Sie Ihrem Dachdecker doch auch mal die o.g. Beiträge ;)


PS: Für alle, die ihr Dach noch decken wollen: Am einfachsten und billigsten geht es meist mit einer Unterspannbahn, ich empfehle dringend o.g. Links durchzulesen, dort ist genau beschrieben, weshalb es sogar bei allseitig offenen Trapezblechen zum Abtropfen von Schwitzwasser kommt - und genau das ist auch vielen Dachdeckern und Fachleuten unbekannt...

Schöne Grüße

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BeitragVerfasst: Di 21. Jul 2009, 21:37 
Hallo!

Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Mit Vlies bekleben wäre sehr aufwändig. Ich habe mal nachgemessen.
Man müßte 150 Stücke á 80x50cm schneiden und zwischen die Dachbalken und Konterlattung kleben.

Könnte man nicht einfach eine Unterspannbahn vom First bis runter zur Mauer von unten (also Innenseite der Scheune) an die Konterlattung tackern oder nageln?
Die Bahn müßte halt 80cm breit sein, dann würde sie zwischen die Dachsparren passen. Der Zwischenraum von der Bahn bis zum Trapezblech würde dann 4cm betragen, die Dicke der Konterlattung.

Oder wie wäre eine Holzverschalung? Die könnte man auch einfacher auf die Konterlattung aufbringen, als das Vlies aufkleben.
Wenn ja, wie dick müßten die Bretter sein und welches Holz?

Ich habe mal ein bißchen gesucht im Internet.
Pur-Schaum Beschichtung durch Aufspritzen gibt es auch.
Zum Beispiel hier: http://www.heitmann-schwarz.de/pur-spritzschaum.php
Aus Umweltschutzgründen und bei eventueller Dacherneuerung irgendwann einmal (Sondermüll), kommt es für mich jedoch nicht in Betracht.

Mit freundlichem Gruß aus Mittelhessen,

Holger


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BeitragVerfasst: So 9. Aug 2009, 09:22 
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Administrator

Registriert: Di 6. Jan 2009, 15:24
Beiträge: 38
Sorry ersteinmal für die späte Antwort, ich hatte Deinen Beitrag schlicht übersehen.

Natürlich ist beides möglich, wichtig ist nur, die feuchte Innenluft von den Trapezblechen zu trennen. Ob das nun besser mit einer Unterspannbahn oder mit einer Schalung geht, hängt von den baulichen Gegebenheiten ab und sollte besser vor Ort beurteilt werden.
Wir bieten beide Materialien günstig in unserem Trapezblechshop.de an.

Die Variante mit dem Aufspritzen von Pur-Schaum ist natürlich nur sinnvoll, wenn man nach der Dacheindeckung Probleme mit Schwitzwasser hat. Sonst empfehlen wir von vornherein Iso-Paneele (Sandwichplatten), oder eben Unterspannbahn oder Antikondensvlies. Gibt es natürlich alles bei uns im Trapezblechshop.de ;)

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